1. Bonner Street Food Weekend

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Zum ersten Mal fand in Bonn ein Street Food Weekend statt. Da ist es doch klar, dass wir dahin gehen. Die Location war gut gewählt. Das Ganze wurde auf dem Gelände des Base Camp Bonn veranstaltet. Neben den kulinarischen Angeboten konnte man sich auch noch die wirklich ausgefallenen Unterkunftsmöglichkeiten des Hostels anschauen.

Das Angebot an Street Food war vielfältig. Aus aller Welt und von süß bis herzhaft. Bei der Burgerfraktion scheint es mittlerweile schon ein Muss zu sein, das Fleisch mehrere Stunden zu räuchern oder zu schmoren. Aber auch wenn es um ein Sandwich geht ist es ähnlich in der Zubereitung. Sehr interessant fand ich das „65 Stunden Cidre Steak“. Die verwendeten Zutaten beanspruchen insgesamt 65 Stunden Zeit. 24 Stunden einlegen, 11 Stunden sous-vide garen, 30 Stunden karamelisierte Zwiebeln kochen. Ergebnis: Ein toll nach Cidre schmeckendes, unglaublich zartes Fleisch. Da wird wohl mal ein Test Zuhause stattfinden müssen.

Mein persönlicher Favorit war die „Bacon Burger Bomb“. Burgerfleisch wird zu einer Rolle gepresst, dann mit Bacon ummantelt und 3,5 Stunden im Smoker gegart. Dann kommt das Ganze mit Salat, BBQ-Sauce und einem Kräuterschmand zwischen zwei Brötchenhelften. Ich sage nur LECKER!

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Aber auch Fans von Taccos, Enchiladas und Co. kamen nicht zu kurz. Eine Variante war zum Beispiel ein Tacco mit in Weisswein eingelegter Churizo. Aber auch asiatische Burger waren zu haben. Gua Bao – Hefeteigtasche mit Porkbelly oder vegetarisch mit Tofu. Sehr lecker aber eine unglaubliche Sauerei beim essen.

Bis jetzt waren meine Ausführungen sehr fleischlastig. Sorry, aber ich gehöre zur Gattung der Fleischfresser. Selbstverständlich wurden auch vegetarische und vegane Burger angeboten. Von Paddys aus Quinoa über Süßkartoffel bis zu Blumenkohl – alles war zu haben.

Wie es sich bei jedem guten Essen gehört muss es auch noch eine kleine Süßigkeit geben. Also ab zum Kaffeestand. Hier gönnten wir uns einen wirklich guten Espresso mit italienischem Mandelgebäck. Und als absoluten Abschluss noch einen Abstecher zum Marshmellowstand. Hier gab es ausgefallene handgemachte Marshmellows. Manchmal muss auch eine Sünde drin sein.

Leider muss auch ein bisschen Kritik üben. Vermisst habe ich etwas mehr Experimentierfreude bezüglich der Brot- bzw. Brötchenauswahl. Außer weniger Ausnahmen, gab es die Standard-Burgerbrötchen und die dann noch nichtmal angeröstet.

Schade war auch, dass generell nur die „normalen“ Portionsgrößen angeboten wurden. Das muntere probieren durch das vielfältige Angebot war damit gestrichen. Wenn man einen Burger verputzt hat, ist die Sache schon erledigt. Ich war zum Glück mit meinem Lieblingsmann unterwegs und wir konnten uns somit alles teilen. Mein Vorschlag an die Truppe: Normale Portionsgrößen anbieten und nebenbei kleine Probierportionen. Einfach zum Beispiel einen Burger vierteln, in kleine Schälchen oder auf eine Serviette gepackt, 1,50 € bis 2,00 € (der ganze liegt zwischen 6,00 € und 8,00 €) dafür verlangen und vielen Menschen die große Vielfalt an Speisen zugänglich machen. Denn genau darum geht es doch.

Auch fehlte mir etwas mehr Auswahl beim Getränkeangebot. Fritz Kola war der Hauptsponsor und damit war die Auswahl auf diesen Produzenten beschränkt. Alkoholisch wurde eine Pilssorte angeboten, die wegen der starken Bitterkeit sicherlich nicht jeden Geschmack traf. Wo waren die Craft Beer Brauer? Das hätte doch mal richtig gut zu dem Konzept gepasst. Wein hatten die Veranstalter gar nicht auf dem Plan.

Dennoch war es alles in allem ein netter Tag mit neuen Ideen für das heimische Grillen, Smoken, Kochen. Und ich freue mich auf das nächste Event dieser Art in unserer Region.

©Kocheule

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