Hausgemachte Bratwurst – Ein Sonntagsprojekt

kocheule_wurstherstellung_1_wm

Schon in den vergangenen beiden Jahren habe ich die Bratwurst für die Grillsaison selbstgemacht. Ich war die Langweilerwürstchen einfach leid. Glücklicherweise stammt mein Lieblingsmann aus einer Familie, in der die Hausschlachtung inkl. Wursten bis vor wenigen Jahren noch zelebriert wurde. Also dachte ich mir, einfach mal probieren. Das Ergebnis hatte uns selber und unsere Freunde extrem begeistert. Und so haben wir nun schon eine Tradition daraus gemacht, jedes Jahr im Sommer einen Sonntag zu investieren und einen großen Wurstvorrat zu produzieren. In diesem Jahr haben wir 5 Kilo Fleisch zu 3 verschiedenen Würstchen verarbeitet. Eine „normale“ mit Thymian, eine schottische mit Whisky und eine marokkanische mit Zimt und Nelken. Die Würste werden dann portionsweise bei mir einvakuumiert und eingefroren. So hat man immer frische Bratwurst im Haus.

 

kocheule_wurstherstellung_3_wm

Die Wurstherstellung ist wirklich kein Hexenwerk. Man benötigt nur das richtige Equipment. Und das wäre ein Fleischwolf und dazu eine passende Wursttülle. Hier tut es der gute alte handbetriebene Wolf genau so gut wie die elektronische Version. Ich persönlich arbeite mit meinem Lieblingsküchengerät, der KitchenAid. Bezüglich der Würzung kann man der Phantasie freien Lauf lassen. Das Abschmecken ist im kalten Zustand etwas schwierig. Wenn ich mir unsicher bin, mache ich einfach schnell eine Mini-Frikadelle aus der gewürzten Fleischmasse und brate sie  in der Pfanne. Durch die Wärme entfalten sich die Gewürze und Aromen. Evtl. kann man dann noch etwas nachwürzen, bevor die Wurst in den Darm kommt.kocheule_wurstherstellung_4_wm

Den Darm bekommt man übrigens bei jedem Metzger. Die haben den nicht unbedingt vorrätig, bestellen das aber in der Regel. Wer Zugang zum Großmarkt Metro hat, kann sich eine Dose Darm aus der Fleischabteilung holen. Für den Anfang empfehle ich den Schweinedarm. Es gibt auch noch den Saibling. Der ist jedoch sehr dünn und neigt schnell zum platzen/reißen. Wer Übung hat, der kann sich da natürlich ran wagen.

Wer bisher noch keine Erfahrungen im Wursten sammeln konnte, geht einfach mal auf YouTube. Dort gibt es viele hilfreiche Videos zum Thema Wurstherstellung. Dan kann man sich den ein oder anderen guten Tipp holen.

kocheule_wurstherstellung_5_wm

Noch schnell eine kleine Faustregel. Damit die Wurst weder zu fettig noch zu trocken wird, habe ich mich auf das Mischverhältnis 2/3 Fleisch und 1/3 Fett eingeschossen.

Zutaten für 1 kg „normale“ Bratwurst:

  • 670 g Schweineschulter
  • 330 g Bauchspeck (ohne Knorpel und Schwarte)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TL Paprika mild
  • 1/2 TL Ingwerpulver

Variante 1:

zu den vorgenannten Zutaten kommen noch

  • 2 TL Thymian

Variante 2:

  • 2 TL Mojaran
  • 1/2 TL smoked hot Paprika
  • 4 cl Whisky (vorzugsweise mit einem rauchigen Aroma)

Zutaten für 1 kg marokkanische Bratwurst:

  • 1 TL Salz
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 2 TL Paprika mild
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 2 TL Thymian

©Kocheule

 

Advertisements

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s