Projekt Eifelsteig – Tag 3, 2. Etappe

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Die 2. Etape führt von Roetgen nach Monschau. Länge 17 km, 352 m hinaub, 367 m hinab. Gehzeit ca. 4 Stunden.

Das Hotel Am Eifelsteig in Roetgen war eher bescheiden. Das war dann auch beim Frühstück erkennbar. Alles war absolut low budget. Die Wurst war von der billigen abgepackten Sorte und sah alles andere als lecker aus. Die Käseauswahl bestand aus einem billig Gouda in Scheiben und einem Camenbert. Joghurt gab es mit roter Grütze. Obst nur in Form von ganzen Äpfel und Orangen. Auch die Cerealien waren die typischen Discounter Billigprodukte. Als Brötchen gab es Baguettebrötchen, Mohnbrötchen und Körnerbrötchen auf Weizenmehlbasis. Waren o.k., da selbst aufgebacken. Als Brot abgepacktes Schwarzbrot, Eifler und Billigstollen.

Befremdlich war, dass offensichtlich kein Personal existierte. So ergab sich dann auch die Suche nach einem Ansprechpartner bezüglich Lunchpakete. Nach dem wir dann unser Gepäck geholt hatten, waren wir auch in Sachen Personalsuche erfolgreich.Dann wieder runter, Die Dame die bisher lustig plaudernd und Kaffe trinkend mit einem Gast im Frühstücksraum saß, entpuppte sich als Frühstücksverantwortliche. Sie teilte mir mit, dass wir einfach was vom Buffet nehmen für unterwegs. SUPER! Das Buffet war zu diesem Zeitpunkt so gut wie geplündert. Sie hat uns dann wenigstens noch mal Körnerbrötchen aufgebacken. Nix wie raus hier!

Der Weg führte uns heute teilweise auch durch Belgien. Sehr schöne Wälder, tolle Landschaften. Es gab etwas mehr Asphaltstrecken, da der Eifelsteig hier teilweise über den Venn-Radwanderweg verläuft. Da jedoch durch den gestrigen Regen die Waldwege so extrem matschig waren, fand ich das nicht wirklich schlimm. Für Pausen standen immer wieder Bänke, Picknickecken und Hütten zur Verfügung. Wir haben unterwegs drei kleine Pausen eingelegt und haben so die Strecke ohne Probleme gemeistert.

In Monschau war ein Zimmer im Hotel Royal reserviert. Ein altes Fachwerkhaus mit angeschlossenem Cafe. Nachdem wir geklingelt hatten, begrüßte uns die Kellnerin aus dem Cafe freundlich und versorgte uns mit dem Zimmerschlüssel. Unser Zimmer hatte eine angenehme Größe (man konnte zu zweit ums Bett herum gehen) und war passen modern/rustikal eingerichtet. So stelle ich mir ein Hotel in der Eifel vor.

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Nach einer erholsamen Pause hatten wir uns den Felsenkeller für ein leckeres Bier und Abendessen ausgesucht. Ich war das letzte Mal vor etwa 10 Jahren in Monschau und damals hatten wir hier eine Brauerei-Besichtigung gemacht und im Anschluss einen gemütlichen Abend verbracht. Angekommen hatten wir erfahren, dass seit 2007 hier gar kein Bier mehr gebraucht wird. Der alte Besitzer ist sammt der Brauereianlage nach Thailand gegangen, um dort sein eigenes Bier zu brauen. Seit dem liegt die Monschauer Brauerei im Dornrösschenschlaf. Wenigstens wurde noch ein Zwickel Bier, nach Monschauer Brauart, angeboten. Wegen des wirklich tollen Wetters hatten wir erst draußen gesessen. Da hier jedoch die totale Vespenplage herrschte, hatten das Essen nach Innen in den Felsenkeller verlegt. Hier war ich nun sichtlich enttäuscht. Damals hatten wir im Innenhof gesessen und keinen Blick in den Felsenkeller geworfen und somit war ich nicht vorgewarnt. Wir standen in einem Gewölbekeller, weiß gestrichen, dunkle Sockel-Holzvertäfelung, helle und recht moderne Tische und Stühle bzw. Bänke. Deutlich ausgedrückt: Bei der Gestaltung des Raumes hatte der Innenarchtitekt einen richtig schleten Tag. Noch ungemütlich geht schon gar nicht mehr. Die Speisekarte enthielt das typische Brauhaus Essen. Schlateplatte, Schnitzel, Steaks. Wir haben uns für 2 Rumpsteaks entschieden und unsere Sonderwünsche wurden berücksichtigt. Die Steaks waren gut gebraten, und die Beilagensalate waren Eifeltypisch. Eisbergsalat, geriebene Möhren, Gurkenscheiben, Tomatenvierteil, Mais, Schmanddressing. Das Dressing war jedoch hausgemacht und die Salate / das Gemüse frisch. Von daher absolut in Ordnung. Auch das Preis-Leistungsverhältnis hat gepasst.

Wir sind zwar erst den 2. Tag auf dem Eifelsteig unterwegs können jedoch schon jetzt ein Muster erkennen. In der Eifel hat sich in den letzten 15 Jahren Speisenkartentechnisch nicht wirklich viel verändert. Schnitzel, Schnitzel, Schnitzel. Kulinarisch eine echte Diaspora. Aber landschaftlich wunderschön!

Und hier geht’s zum Tag 4 der Tour.

©Kocheule

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3 Kommentare

  1. Wärt Ihr mal in Kornelimünster ins St. Benedikt gegangen….. Oder kommt Ihr nochmal dorthin zurück… Der hat Sterne und meine Schwester schwärmt von ihm… Weiterhin gutes Gelingen, Ihr tapferen Wandersleut!

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