Projekt Eifelsteig – Tag 6, 5. Etappe

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Unsere letzte Etappe von Gemünd nach Steinfeld stand auf dem Plan. Offiziell 17 km. Wir mussten jedoch noch etwas weiter bis Urft, da hier unser Hotel lag. Aber erstmal fingen wir den Tag gemütlich an.

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Das Frühstücksbuffet im Kurparkhotel in Gemünd war sehr gut. Alles Bio und, sofern möglich, von regionalen Erzeugern. Verschiedene Brot- und Brötchensorten, sowie Wurst, Schinken, Käse standen zur Auswahl. Frucht- und Naturjoghurt, frischer Obstsalat und zur Krönung eine unglaubliche Auswahl an Cerealien. Es gab 10 verschiedene Flocken- bzw. Müslisorten. Dazu noch Leinsamen, verschiedene Nüsse, Trockenfrüchte. Ein Eldorado für Müsli-Fans. Für den süßen Teil gab es ausschließlich selbstgemachte Marmeladen und einen Honig natürlich hier aus der Eifel. Unsere Lunchpakete lagen schon bereit. Wir wurden nur gebeten uns bezüglich Brötchen oder Brote selber vom Buffet zu bedienen. Hier bekam das gebuchte „Lunchpaket“ auch endlich mal ein Gesicht. Joghurt, Ei, Apfel, Müsliriegel, Wasser. Damit kann man arbeiten! In diesem Hotel merkt man, dass sich der Inhaber Gedanken über das Konzept gemacht hat. Die perfekte Adresse für Wanderer.

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Und nun auf nach Urft. Laut Beschreibung beträgt diese Strecke 17,4 km sowie 577 m hinauf und 396 m hinab. Wir sind insgesamt auf 22 km gekommen. Unsere Wanderzeit betrug ca. 5 Stunden.

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Eigentlich liest sich die Strecke gar nicht so schlimm. Bei uns machten sich jedoch die letzten beiden wirklich harten Etappen bemerkbar. Da sind die Muskeln doch etwas müde. Gleich zu Beginn ging es erstmal wieder ordentlich nach oben. Insgesamt war der Weg abwechslungsreich. Durch Wald, über Forstwege und durch Wiesen. Zum Glück gab es immer wieder Strecken die im Schatten lagen, denn die Sonne brannte heute erbarmungslos. Nach ca. einer Stunde Gehzeit gibt es eine Einkehrmöglichkeit in Olef. Das Hotel Restaurant Hermanns. Danach kommt leider nichts mehr. Auch Bänke sind nicht so viele zu finden. Angekommen in Steinfeld kann man sich die Klosteranlage und Basilika anschauen. Leider war in der Zeit unserer Ankunft die Abtei Gastwirtschaft geschlossen. Wir haben unsere letzten Kräfte mobilisiert und sind nach Urft in unsere Unterkunft gewandert.

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Wir wurden sehr freundlich von der Chefin des „Urfter Hof“ empfangen. Das Hotel ist ein alteingesessener Betrieb in Urft. Die Zimmer haben den wirklichen Eifel-Charme. Waschbecken neben dem Bett, WC und Dusche in einem Mini-Bad. Das Ganze jedoch schon wieder so alt, dass es kultig wirkt. Im Hinterhof gibt es noch einen Aussenbereich, der zum essen und trinken einlädt. Für die Gäste steht ein Kühlschrank auf dem Flur, gefüllt mit Kaltgetränken. Man bedient sich, schreibt einen Zettel und bezahlt am nächsten Tag. Alles sehr unkompliziert. Die Speisenkarte ist nicht zu groß. Das bedeutet, hier wird frisch gekocht. Und genau so ist es auch. Der Chef steht in der Küche und bereitet bodenständige und gut gemachte Speisen zu. Bei uns gab es heute Wiener Schnitzel vom Kalb und Rumpsteak mit Champignons. Sonderwünsche (statt Pommes Frites Butterspätzle, Sauce Bernaisse über den Champignons weg lassen) wurden sehr gerne angenommen und umgesetzt. Die Bedienung war sehr freundlich, locker gestimmt und ein absoluter Profi. Hätte man auf den ersten Blick von außen so nicht gedacht. Wir waren sehr froh über diese angenehme Überraschung.

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Zur Krönung des Abends wurde uns von Frau Weckmann (Chefin des Hauses) die Eifelsteig-Wanderurkunde überreicht. Wenn man die so in den Händen hat, sind doch gleich alle Schmerzen verschwunden. Eine sehr nette Idee von http://www.eifelsteig.de.

Mein Fazit: Wir sind schon länger begeisterte Wanderer. Bisher hat sich das jedoch immer nur auf „normale“ Tagestouren reduziert. Noch nie haben wir eine mehrtägige Etappenwanderung gemacht. Es ist ein absolutes Erlebnis. Man ist zwar teilweise total ausgepowert, jedoch hat man einen unglaublichen Erholungsfaktor. Ich kann es nur jedem empfehlen, der mal eine richtige Auszeit braucht. Vor allem die von uns gewählte Variante. Eine vorgebuchte Tour mit Gepäcktransfer und täglichen Lunchpaketen. Das entspannt die Sache noch mehr. Wer es lieber ganz individuell möchte und einen gesunden Rücken hat, der kann natürlich auch mit großem Rucksack und ohne Vorbuchung los ziehen. Man sollte dabei jedoch bedenken, dass es teilweise in den Orten nicht so viele Unterkunftsmöglichkeiten gibt und man dann auch Pech haben kann. Infos gibt es unter www.eifelsteig.de.

©Kocheule

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2 Kommentare

  1. Dankeschön für die wirklich hilfreichen Tipps was Unterkunft und Gastronomie betrifft. Das hilft wirklich weiter, wenn man die Etappentouren plant! Ihr seid die Helden des Eifelsteigs – neben den 100.000 anderen….aber egal, Hauptsache för euch war es ein paar schöne Urlaubstage….und dann doch lieber in der Sonne als im Dauerregen!

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