The English Riviera – Teil 5

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Wenn schönes Wetter ist, dann bewegen wir uns sehr gerne draußen. Was hat man da also an der Küsten für Möglichkeiten? Richtig, eine Wanderung entlang der selbigen. Diesmal entscheiden wir uns für den Weg von Torquay nach Brixham, was eine Strecke von ca. 15 km ist. Kurze Strecken muss man zwangsläufig entlang der Straße gehen, aber generell zieht sich der Weg entlang der Küste und durch Wälder. Auch hat man einige Höhenmeter zu meistern, da die Küsten in Devon nicht flach verläuft. Hat man Paington erreicht, hat man fast die Hälfte geschafft und darf sich mit einem Tee oder was auch immer belohnen. Dafür bietet sich das Harbour Inn an, was auch so ziemlich der einzige Laden am Hafen ist, der zur Mittagszeit schon geöffnet hat. Erfrischt geht es weiter und man genießt die wunderschöne Landschaft und die immer wieder anderen Ausblicke auf das Meer. Nach etwa 3,5 – 4 Stunden (je nach Pausenlänge und Gehgeschwindigkeit) erreicht man dann das Hafenstädtchen Brixham.

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Hier befindet sich direkt mit Blick in den Hafen ein Rockfish Restaurant. Wir gönnen uns einen Prawn Cocktail und eine Spezialität aus Devon: die Crab. In diesem Fall wird das als dressed Crab bezeichnet. Das ist Crab Fleisch natur und als Salat angemacht, serviert in einem Crab Panzer. Dazu ein Glas Wein und alles ist gut. Nach einer kleinen Erholungspause schlendert man noch etwas durch den kleinen Ort und fährt dann wieder mit der Fähre zurück nach Torquay. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und kostet pro Person 2,00 GBP. Dafür kann man nicht mit dem Bus fahren.

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Ein Ausflug nach Plymouth sollte bei jedem auf der Liste stehen. Von Torquay aus dauert die Fahrt mit dem Auto etwa eine knappe Stunde. Für uns steht ein Besuch der Plymouth Gin Distillery auf dem Plan. Hier muss man unbedingt daran denken, vorab online eine Reservierung für die Führung vorzunehmen. Die Generell Tour kostet pro Person 7,00 GBP inkl. ein Gin Tonic und einen Gutschein über 1,00 GBP beim Kauf im Shop. Man erfährt so einiges über die Destillerie sowie dem Gin im Allgemeinen.

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Zum Abschluss gibt es in der hauseigenen Bar einen Gin Tonic (Plymouth Gin mit Fever Tree Tonic Water), der im Eintrittspreis enthalten ist. Das es sich bei dem Gebäude um ein altes Kloster aus dem Jahr 1431 handelt, wird in diesem Raum mehr als deutlich.

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Ansonsten kann man in Plymouth wunderbar durch die alten Sträßchen im Bezirk Barbican schlendern. Viele alte Häuser aus der Tudor Zeit sind hier noch erhalten. Ein für die Stadt wichtiger Ort: das Mayflower Denkmal. Hier stachen 1620 die Pilgerväter mit der Mayflower gen Amerika in See. Direkt am Yachthafen gibt es dann einen Street Food Stand, mit typischen Gerichten und sogar Bedienung am Tisch! Man bestellt und zahlt am Stand, bekommt einen Kochlöffel mit einer Nummer drauf und das frisch gemachte Sandwich sowie die Getränke werden an den Tisch gebracht.

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Uns ist mal nach einem Devon Pulled Pork mit Apple Cole Slaw. Und das ist eine wirklich gute Entscheidung. Richtig leckeres Pulled Pork aus dem Smoker – hätte ich jetzt so nicht erwartet.

Wenn man sich vom Wasser entfernt, findet man recht schnell die Fußgängerzone. Hier kann man, wenn man das möchte, seiner Shoppingwut nachgehen. Da in der Stadt im 2. Weltkrieg sehr viel zerstört wurde, findet man an der Stelle leider nur die typischen Bausünden, wie man sie auch bei uns kennt. Das Geschäfteangebot ist groß, jedoch kennt man auch einiges von Zuhause.

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Wer nach dem ganzen Stadtgerenne noch mal ein Päuschen einlegen möchte, ist im Tudor Rose Tea Rooms bestens aufgehoben. Etwas versteckt im Barbican befindet sich diese kleine Teestube. Bei schönen Wetter kann man sich gemütlich in den Garten setzen. Wir entscheiden uns für die Stube und finden uns damit in einem der typischen kleinen Cafés in England ein. Hier kommt nur noch dazu, dass man in einem richtig alten Gemäuer sitzt. Und dann muss einfach noch einmal oder auch schon wieder ein Cream Tea sein. Zuhause werden wir den, es sei denn ich mache ihn selber, so schnell nicht mehr kriegen. Auf einer Etagere kommen für jeden zwei Scones, einer mit und einer ohne Rosinen. Dazu clotted Cream und Erdbeermarmelade. Die Scones sind einfach perfekt! Würden doch die deutschen Cafébetreiber, die Scones anbieten, mal einen Urlaub in England machen. Das wäre für den einen oder anderen wirklich ratsam!

So langsam nähern wir uns dem Ende unserer Reise. Einen letzten und 6. Teil gibt es in Kürze. Darin wird es dann ausschießlich um die kulinarischen Möglichkeiten in Devon bzw. Torquay gehen.

©Kocheule

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