Gänseessen im Eichsfeld

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Heilbach Heiligenstadt, 19.12.2015

Ein Gänseessen ist einfach Pflichtprogramm zwischen Sankt Martin und Weihnachten. Allerdings sollte man, wenn man die Gans nicht selber zubereitet, wissen wo man sich ein solches Essen antut. Nicht jedes Gänseessen ist auch tatsächlich ein Genuss. Ich habe da schon so manche Erfahrung machen dürfen bzw. müssen.

Eine absolut sichere Sache ist da das Gänseessen im Gasthaus Sankt Martin in Heilbad Heiligenstadt. Das Städtchen Heiligenstadt liegt im friedlichen Eichsfeld. Jetzt wird sich so manch einer fragen „Wo ist das Eichsfeld?“. Da mein Lieblingsmann gebürtig aus der Gegend kommt, habe auch ich diesen Landstrich erst vor 10 Jahren kennengelernt. Es ist sozusagen ein Drei-Länder-Eck. Das Eichsfeld verbindet die Grenzen von Hessen, Niedersachsen und Thüringen. Wir befinden uns nun im Teil Thüringen. Bekannt ist das Eichsfeld für seine Wurstspezialitäten. Vorneweg wäre da der Feldgieker zu nennen, eine grobgekörnte schnittfeste Rohwurst, die ein wenig an eine ital. Salami erinnert (aber nur ein wenig!). Generell ist das Eichsfeld bekannt für einen hohen Fleisch- und Wurstverzehr. Das spiegelt sich auch in der Gastronomie wieder. Leider ist häufig das Motto „Masse statt Klasse“. Aber es gibt zum Glück auch Ausnahmen und eine davon ist das Gasthaus Sankt Martin. Nicht nur zum Gänseessen ist man hier gut aufgehoben. Das Gasthaus ist urgemütlich eingerichtet. Als Raumtrenner dienen antike hölzerne Wände mit Fenster. Im Keller befindet sich das Martinsgewölbe, welches sich für Events und Feiern anbietet. Eine weitere Spezialität neben dem Gänsebraten ist das Filetsteak vom Ochsen. Das darf man nicht verpassen! Die Wirtin Vera Grebenstein-Glorius ist auch gleichzeitig die Köchin des Hauses und betreibt mit Ihrem Team dieses Gasthaus mit viel Liebe und Herzblut.

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Aber jetzt zurück zum eigentlichen Thema, dem Gänseessen. Das Ganze gibt es nur mit Vorbestellung. Klar, denn so eine Gans braucht ja schließlich ein kleines bisschen Zeit. Wenn man dann an seinem reservierten Tisch Platz nimmt, fällt einem zuerst ein Namensschild ins Auge. Es handelt sich dabei nicht um einen Überraschungsgast, sondern um den Namen der Gans, welche sich gleich an den Tisch gesellen wird.

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Nachdem dann die Getränke verteilt wurden und der ein oder andere noch eine Suppe zur Vorspeise verzehrt hat, geht es los. Die Wirtin präsentiert die Gans auf einem großen Holzbrett. Staunen ist erlaubt und gewünscht.

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Die Gans wird nun fachmännisch bzw. fachfrauisch zerlegt und in rustikale Holzschalen verteilt. Man sieht, mit welcher Freude die Wirtin und Köchin hier einen richtig guten Job macht. Als Beilage gibt es Kartoffelklöße, gebutterten Rosenkohl, Rotkohl und natürlich auch die Füllung der Gans. Dazu noch eine klassische Bratensauce. Alles traditionell ohne Schnick Schnack und handwerklich sehr gut gemacht. Die Gans hat eine traumhaufte Kruste, ist nicht fettig und wunderbar zart. Es war nun unser drittes Gänseessen bei Vera und es wird nicht das Letzte gewesen sein. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr.

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@Kocheule

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