Unterwegs in Neuengland – Teil 2

Von Boston über Portsmouth nach Portland

Unseren Mietwagen hatten wir erst für den eigentlichen Beginn unserer Rundroute reserviert. Das Ganze vom Flughafen Boston aus, da wir den dann auch dort vor unserem Abflug in die Heimat wieder zurück geben können. Es wurde also alles zusammengepackt und mit der T ging es zum Flughafen – so war zumindest der Plan. Leider gab es auf der Strecke technische Probleme und die Fahrt ging mit Schienenersatzverkehr weiter. Etwas chaotisch aber letztendlich waren wir ans Ziel gekommen. Nachdem wir unser Gefährt beladen und das Navi programmiert hatten ging es Richtung Portsmouth – unser nächstes Ziel mit einer Übernachtung.

Als Strecke hatten wir die landschaftlich schönere Route gewählt und auf die Interstate verzichtet. Schließlich wollten wir ja das Land erleben. Wunderschöne Küstenorte warteten nur auf uns; und auf tausende andere Touristen. Man merkte doch sehr deutlich, dass August und somit der Hauptreisemonat war. Hier gilt es sich einfach nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und auch mal einen Stau an der Strandstraße zu genießen. In Salem hatten wir dann unseren ersten richtigen Stop eingelegt.

Salem ist ein geschichtsträchtiger Ort. Hier fanden die Hexenprozesse 1692 in Neuengland ihren Ursprung. Diese Geschichte zieht sich durch die gesamte Stadt. Leider ist von der Altstadt nicht mehr viel übrig geblieben, da diese durch ein verherendes Feuer 1914 fast vollständig zerstört wurde. Das ein oder andere Haus ist jedoch noch erhalten und bildet eine schöne Kulisse.

Unter anderem findet man in Salem America’s Oldest Candy Co., dem wir selbstverständlich einen Besuch abstatteten. Ausgestattet mit zwei Stückchen Futch ging die Fahrt weiter.

Einen ganz kurzen Stop machten wir in Gloucester. Hier steht das Gloucester Fishermen’s Memorial für die auf See gebliebenen Seeleute. Auf der Promenade genossen wir den in Salem erstandenen Futch und erfreuten uns ein wenig an dem Blick auf’s Meer.

In Rockport hatten wir auch noch einmal kurz angehalten um das Motive No. 1 fotografisch festzualten. Wenn das schon überall im Reiseführer steht …

In Portsmout hatten wir uns im Howard Johnson eingebucht. Das Hotel liegt nicht direkt im Stadtkern, Downtown ist jedoch in 20 Minuten zu Fuß erreichbar. Über die Ausstattung des Zimmers waren wir positiv überrascht.

Zum Abendessen machten wir uns auf Richtung Wasser, denn wir wollten auf jeden Fall Fisch essen. Am Piscataqua River reiht sich ein Lokal an das andere und alle sind mit wunderbaren Terassen bestückt. Gelandet waren wir letzendlich im Martingale Wharf und bekamen sogar noch einen Platz ohne Reservierung und den dann auch noch mit Blick in den Sonnenuntergang. Das Essen ist etwas hochpreisiger, was aber durch die Athmosphäre und den traumhaften Blick wieder ausgeglichen wird. Auf dem Weg ins Hotel sind wir dann noch auf ein Absackerbierchen in die Portsmouth Brewery gegangen. Hier bekommt man eine tolle Auswahl an eigenen Bieren vom Faß.

Für den nächsten Tag hieß unser Etappenziel Portland, Maine. Auch für diese Strecke wählten wir wieder die eher gemütlichen Straßen. Es stand auch unser erster Leuchtturm auf dem Plan, der Cape Neddick Nubble Lighthouse. Den Ort York hatten wir uns erspart, da hier absolut die Hölle los war. Also, ging es gleich weiter nach Ogunquit. Ein wunderbar touristisches Örtchen mit vielen kleinen Häuschen und vielen Fischrestaurants/-buden.

Nachdem wir den Parkwächter nach seinem persönlichen Favoriten für die beste Lobster Roll gefragt hatten, landeten wir im The Lobster Sheck. Und der gute Mann hat uns wirklich nicht zu viel versprochen. Das war einfach perfekt! Die letzen 1,5 Stunden fuhren wir ohne weiteren Zwischenstop durch, da wir in Portland noch einen Termin hatten.

Unsere Unterkunft hatten wir in diesem Fall mal über Airbnb gebucht. Ein Zimmer in einem wunderbaren Altbau. Der Kompromiss: ein geteiltes Bad. Die Übernachtungspreise in Portland, wenn man einigermaßer zentral wohnen möchte und gerne das Auto stehen lässt, sind exorbitant. Da muss man auch mal Kompromisse eingehen.

Der Termin war die bereits von Zuhause aus gebuchte Main Brew Bus Tour. Da wir uns im Land des Craftbeer befinden, führt da kein Weg dran vorbei. Mit einem kleinen Bus haben wir 3 ortsansässige Craftbeer-Brauereien angefahren und dort alles über die Biere erfahren. Mehr dazu wird es in Kürze im Blog von Drinklabor geben, denn dieses Thema ist seine Spezialität.

Im Anschluß an die Bus Tour waren wir noch einer Empfehlung unseres Tourguides gefolgt und haben im The HighRoller Lobster Co. den Abend ausklingen lassen. Ein wunderbarer besserer Imbiss mit einer schönen Auswahl an Bieren vom Fass. Das Ganze dann kombiniert mit diversem „Fast Food“ aus Lobster, Crab usw.. Obwohl wir uns schon zum Mittag eine Lobster Roll gegönnt hatten, konnten wir am Abend nicht wiederstehen. Wobei ich mich diesmal für die Lobster & Cheese-Variante entschieden hatte. Was für ein Frevel und so unglaublich gut!

Den nächsten Tag hatten wir mit einem tollen Frühstück im Hot Suppa gleich bei unserer Unterkunft um die Ecke begonnen. Ich liebe Eggs Benedict und wenn die schon auf der Karte stehen …. Mein Lieblingsmann entschied sich für eine Waffel mit Rührei und Kanadischem Schinken.

Danach ging es satt und entspannt über den Farmers Market, der jeden Samstag im Park stattfindet. Solche Märkte wünscht man sich tatsächlich auch Zuhause. Es macht richtig Spaß über den Markt zu schlendern und die hübsch drapierten Produkte der kleinen Farmer zu bewundern.

Damit wir auch das Kultuprogramm abhaken konnten, besuchten wir das Victoria Mension. Ein in der Mitte des 19. Jahrhundert erbautes Herrenhaus, mit einer wunderbaren Ausstattung. Von dort aus ging es auf die Geschäftsstraße um ein bisschen zu schlendern, in dem ein oder anderen Laden zu stöbern und dann zum Wasser. Einige Kilometer zieht sich der East Coast Walk an der Küste entlang. Da es sich plötzlich zuzog und auch ziemlich bald anfing zu regnen, hatten wir uns nur für einen Teil des Wegs entschieden und waren wieder in die Stadt zurück gegangen.

Zum späten Mittag waren wir auch hier wieder einer Empfehlung der freundlichen Museumsassistentin des Victoria Mension gefolgt und in die J’s Oyster gegangen. Ein kleines Fischlokal, direkt am Hafen gelegen. Zum Aufwärmen gab es 3 gebackene Austern Rockefeller Art. Danach für meinen Lieblingsmann einen Hummer mit Clams und Mais. Mir war mal nach Jakobsmuscheln mit Pasta. Was soll ich sagen – lecker!

Hier geht‘s zur Fortsetzung.

©Kocheule

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