Unterwegs in Neuengland – Teil 4

Von North Conway über Burlington (Vermont), Sheffield (Massachusets) nach Newport (Rhode Island)

Der nächste Bundesstaat wartete auf uns und damit ging es von den White Mountains in die Green Mountains. Auf nach Vermont!

Es lagen ca. 145 Meilen vor uns, die wir mit einem schönen Pausenprogramm bestückt hatten, denn auf dieser Route gab es einiges zu sehen. Los ging es mit einem Besuch der Bragg Farm in East Montpelier. Hier erfährt man einiges über die Gewinnung und Herstellung von Ahornsirup. Im Sugarhouse kann man sich die erforderlichen Gerätschaften anschauen und ein Video erklärt das ganze Prozedere. In einem angrenzenden Shop kann man dann natürlich den Sirup in verschiedenen Varianten kaufen. Auf keinen Fall sollte man den Shop ohne eine Portion der leckeren Maple Ice Creme verlassen.

Unser Weg führte uns weiter nach Graniteville. Hier ist der Name Programm, den hier befindet sich der größte Granitabbau der Welt. Man kann sich in der Verarbeitungshalle anschauen, was und wie mit Grait gearbeitet wird. In einer kleinen Tour bekommt man dann noch ein paar Informationen über den Abbau von Granit.

Da wir uns in Vermont und damit im Apfelland befanden, mussten wir natürlich auch einen Stop an einer Cider Mill einlegen. In Waterbury gibt es die Cold Holow Cider Mill. Der Shop bietet neben allem möglichen aus Cider auch weitere Leckereien aus der Region. Natürlich gibt es auch etwas, was man direkt vor Ort verzehren kann – Cider Donuts. Man kann bei der Produktion zusehen und sie dann im Anschluss gleich vernaschen. Sehr lecker!
Ein Stückchen weiter in Waterbury gibt es noch zwei Läden, in die man auch mal zum stöbern rein gehen sollte. Die Smuggler‘s Notch Distillery bietet Gin, Wodka und Bourbon an. Dazu auch noch im Bourbonfass gereiften Ahornsirup. Man kann hier ein kleines Tasting machen und das evtl. Wunschgetränk unter anderem in flugtauglichen kleinen Größen erwerben. So hat man eine kleine Erinnerung. Gleich nebenan ist Cabot. Hier werden von diversen lokalen Farmen die Produkte angeboten. Von Marmeladen, Saucen über Käse, Schinken und natürlich Ahornsirup.
Dann ging‘s zum Highlight des Tages. Die bereits Zuhause gebuchte Ben & Jerry‘s Factory Tour. In Waterbury hat alles begonnen und man bekommt hier einen kleinen Einblick in die Produktion. Zum Abschluss der Tour gab es noch ein „kleines“ Eis-Tasting. Natürlich kann man im Aussenbereich auch das Eis seiner Wahl kaufen. Alle aktuellen Sorten stehen zur Auswahl. Da braucht man schon etwas länger für eine Entscheidung. Ganz witzig: auf dem Gelände befindet sich der Friedhof der aus dem Programm genommenen Eissorten. Jede Sorte hat hier ihren eigenen Grabstein.
In Burlington, Hauptstadt von Vermont, hatten wir uns für 2 Nächte im DoubleTree by Hilton eingebucht. Von hier aus braucht man ungefähr 20 Minuten zu Fuß nach Downtown. Es war Samstag und damit wieder Farmers Market. Im City Hall Park reihte sich ein Stand an den anderen und eine tolle Auswahl von ökologisch angebauten Produkten wurden angeboten. Diese Märkte machen einfach nur Spaß. Die Stadt liegt am Champlain See. Aufgrund der Größe des Sees hat man eher den Eindruck am Meer zu sein. Das Ufer lädt hier einfach mal zum schlendern ein. Weiter ging es ins South End zu einer kleinen Verschnaufpause bei Citizen Cider. Die Cider Mill hat hier einen Tabroom mit Außenbereich. In The Vermont Pub & Brewery gab es dann noch den verdienten Snack.

In unserem Hotel gab es einen Infostand der Burlington City Brew Tour. Na, das war doch was für das Team Drinklabor und Kocheule. Am Morgen hatten wir uns für die Abendtour angemeldet und um 17:00h wurden wir vor dem Hotel mit dem Tourbus

abgeholt. Insgesamt waren wir 10 Teilnehmer und der Tourguide war selbst begeisterter Hobbybrauer und Craftbeer-Fan. 3 Brauereien und eine Pizzaria mit toller Bierauswahl standen auf dem Programm. Es war eine interessierte Truppe und wir hatten die Gelegenheit tolle Biere direkt in den Tabrooms der Brauereien zu verkosten.

Der nächste Tag startete mit einem sehr netten Früstück in Shelburne, ca. 15 Autominuten von Burlington. Das Rustic Roots ist ein knuffiges kleines Cafe mit einer tollen Frühstückskarte und super netten Bedienungen. Hier gibt‘s als Alternative zu Toast Pop Overs, auch als Yorkshirepudding bekannt.

Auf unserem Weg nach Sheffield legten wir natürlich wieder einige Stops ein. Ein absolutes Muss war dabei The Vermont Country Store in Weston. Ein in 5. Generation geführter Laden, der so herrlich alte und neue Dinge miteinander verbindet. Hier schlendert man einfach nur durch und erfreut sich an den Auslagen und Dekorationen.

In Sheffield hatten wir uns für eine Übernachtung im Steveleigh House B&B eingebucht. Ein nettes älteres Paar bewirtschaftet das „very cosy“ B&B und wir fühlten uns gleich wohl. Nach einem wunderbaren Frühstück, von dem ich vor lauter Verzückung vergessen hatte Fotos zu machen, ging es in das Mystic Seaport Museum. Für diesen Besuch sollte man sich unbedingt Zeit nehmen. Ein wunderschönes Freilichtmuseum, welches eine alte Haftenstadt darstellt. In jedes Haus kann man rein gehen und findet dort Schauspieler, die Dich in die alte Zeit zurück versetzen. Segelschiffe liegen am Kai und aktuell befindet sich hier die Mayflower II im Trockendock zur Restaurierung. Für Liebhaber des maritimen Lebens (so wie ich), kommt man an diesem Museum einfach nicht vorbei.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel Newport, Rhode Island. Hier zeigt der Neuengland-Charm so richtig was er drauf hat. Wasser, Boote und ganz viele Bars und Restaurants am Yachthafen.

Am nächsten Tag stand unsere Excursion zur Bellevue Avenue und den Cottages der High Society des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Sommerhäuser der Vanderbilts, Berwinds und diverser anderer „armer“ Menschen sind absolut beeindruckend. Empfehlung: Ein Pass der Preservation Society of Newport Mansions.

Am Abend ging es dann wieder Richtung Yachthafen zum entspannten Dinner mit Blick auf das Wasser.

Fortsetzung folgt …

©Kocheule

 

 

 

 

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