Krustenbrot aus der Tasse

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Vermutlich mache ich mich gleich zu Beginn meines Beitrags bei einigen Menschen super unbeliebt. Aber hey, man kann nicht immer aller Liebling sein. 😉 Also dann …

Um das Brotbacken wird teilweise ein unglaubliches Gewese gemacht. Das verschreckt viele Brotliebhaber und angehende Hobbybäcker und führt dazu, dass sie sich gar nicht erst trauen selber Brot zu backen. Und das ist extrem schade!

Wenn man, so wie ich, seit vielen Jahren Brot selber backt, macht man so seine Erfahrungen. An der einen oder anderen Stelle ist pinibles Arbeiten angebracht, ich bin aber auch der Überzeugung, dass ganz viel Gefühl ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis ist. Wie fühlt sich der Teig nach dem Kneten an, wie sieht er nach einer gewissen Ruhezeit aus und so weiter und so fort.

Der Beweis für meine These ist das unten beschriebene Rezept. Hier werden Zutaten nicht auf das Gramm genau abgewogen und im Detail der Knetvorgang beschrieben. Ein simples Tassenmaß ist die Basis für ein tolles Brot. Ich empfehle dafür ein echtes Tassenmaß. Natürlich geht das auch mit einer „normalen“ Tasse, aber die Tassenmaße eignen sich perfekt, da man damit gleich aus der Mehltüte oder dem Vorratsglas die korrekte Menge heraus nehmen kann. Welches Mehl Du wählst und ob mit oder ohne Kerne ist egal. Du nimmst erstmal Grundzutaten in den angegebenen Menge und kannst diese nach Deinem persönlichen Geschmack ergänzen. Wichtig ist eigentlich nur, dass man mit der Wassermenge etwas experimentiert. Je nach Auswahl des Mehls bzw. der Mehle und ob Du noch Kerne hinzugefügt hast, musst Du etwas mehr Wasser hinzugeben. Das zeigt sich beim Teig kneten. Der Teig darf kein harter Ball sein. So sollte er sich nach dem kneten anfühlen.

Das wichtigste beim Brotbacken ist, für die Sache Gefühl zu entwickeln. Der Rest ergibt sich dann von selbst. Auch wenn der erste, zweite oder auch der dritte Versuch nicht perfekt ist, der vierte wird es sein. Aber auch wenn es nicht perfekt ist wirst Du nie ein Ergebnis haben, dass Dein Brot ungenießbar ist. Niemand kommt in Deine Küche und nimmt eine wissenschaftliche Untersuchung der Kruste oder Poren vor! Lass Dich nicht unter Druck setzen sondern trau Dich einfach und erfreue Dich jedes Mal aufs Neue, wenn Du ein herrlich duftendes selbstgebackenes Brot aus dem Ofen nimmst.

Lass Dich nicht von den vielen Ruhephasen und der Zeit die das Brot auf den ersten Blick von Dir verlangt abschrecken. Wenn der Teig so vor sich hin ruht, musst Du ja nicht daneben stehen. Keine Angst, der läuft nicht weg. 😉 Mach einfach das, was getan werden muss (Homeoffice, bügeln, putzen, Dein Kind oder Frau/Mann zanken) und zwischendurch betüdelst Du den Teig.

Übrigens: der Teig der im Video zu sehen ist, beinhaltet Kerne. Also nicht über die Optik wundern.

Jetzt aber genug um den heißen Brei geredet, legen wir los!

Zutaten

  • 3 Tassen Mehl (z.B. 1 Tasse Roggen, 2 Tassen Dinkel oder Weizen)
  • 1,5 Tassen warmes Wasser
  • 1 TL Trockenhefe oder 5 g frische Hefe
  • 1 EL Honig
  • 1,5 TL Salz

Zubereitung

  • Alle Zutaten zu einem Teig verkneten (mit Maschine oder Hand) und über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen. 
  • Am nächsten Tag (wieviel Stunden dazwischen liegen ist nicht wirklich relevant) die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig auf Zimmertemperatur bringen (ca. 1 Stunde). 
  • Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf, ggf. mit Hilfe eines Teigspatel von außen nach innen zusammenfalten. Den Teig wieder zurück in die Schüssel geben, abdecken und für ca. 1 Stunde (kann auch länger sein, je nachdem wie es in den persönlichen Zietplan passt) ruhen lassen.
  • Dann den Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, nocheinmal falten und einen runden Laib formen. Wer hat, setzt den Teig nun für ca. 1 Stunde in ein Gärkörbchen. Wer keines hat, nimmt eine Schüssel, damit der Teiglaib nicht auseinander läuft. 
  • Zwischenzeitlich den Backofen auf 200°C Umluft aufheizen und eine Schüssel mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Den Teig auf ein Backblech (vorzugsweise ein Lockblech) geben. Wer möchte kann nun mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge ein Muster einschneiden. Dann das Ganze auf die mittlere Schiene setzen und für 1 Stunde backen.

©Kocheule

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